Spielen ist lernen!

Aktualisiert: 1. Okt. 2021

Spielen ist Lernen. Darum bereitet das Kinderspiel in der Spielgruppe den Weg für eine erfolgreiche Bildung.


Spielen ist kein bloßer Zeitvertreib. In Spielsituationen bauen Kinder alle grundlegenden Fähigkeiten auf, die sie später für eine aktive und selbstbestimmte Lebensgestaltung brauchen.


Lernforscher konstatieren: Die Eigenaktivität des Menschen ist die wichtigste Form des Lernens. Sie existiert von Beginn an als innerer Drang, der Neugier, die Welt zu erforschen und sich als selbstwirksam zu erleben. Im Spiel erobert das Kind seine Umwelt und konstruiert seine Lebenswirklichkeit.


Was bedeutet Spielen für die Entwicklung von Kindern?


Kinder spielen – immer schon und überall auf der Welt. Das Spiel ist ein Urbedürfnis des Menschen, es bereitet Vergnügen und macht Spaß. Oder anders gesagt: Das Spiel ist Grundbedingung für alle Lernprozesseund die aktive Weltaneignung. Was dabei genau geschieht, ist heute wissenschaftlich gut belegt.

Für den Menschen ist es lebenswichtig, die Welt zu verstehen, um in ihr bestehen zu können. Kinder wollen Dinge begreifen. An alles Neue gehen sie völlig unvoreingenommen heran und lernen durch Ausprobieren. So erweitern sie ihre Erfahrungen und erwerben Handlungswissen.



Spielerisch lernen macht glücklich Das frühkindliche Spielen hat größten Einfluss auf die Hirnentwicklung. Neugier, Entdeckerfreude und die damit verbundenen Glückserlebnisse im Spiel führen zur Aktivierung des Dopamin-Systems. Dieses Hirnareal verleiht den Dingen und Ereignissen um uns herum eine nachhaltige Bedeutung. Kommt dem Spielen eine hohe Bedeutung zu, werden bestimmte Fähigkeiten neuronal gebahnt, wie etwa Konzentration, Ausdauer, Leistungsbereitschaft und Lösungsorientierung. Diese Schaltbahnen im Gehirn entscheiden im späteren Leben darüber, ob sich das Kind gerne neuen Aufgaben widmet, ob es konzentriert lernen kann und handlungsaktiv nach Lösungen sucht.



Warum ist spielen so wichtig für Kinder?

Für Kinder ist Spielen eine ernsthafte Tätigkeit. Sie verhalten sich, als ob das Spiel Wirklichkeit wäre. Gerade hierin liegt das Bildungspotenzial des Spiels. Kinder verbinden immer einen Sinn mit dem Spiel und seinen Inhalten. Sie sind offen für Neues und gebrauchen ihre Fantasie, um die Welt nach eigenen Vorstellungen umzugestalten.

In den ersten Lebensjahren verbringen Kinder etwa ein Drittel des Tages damit zu spielen. Sie bauen dabei alle basalen Fähigkeiten auf, die sie später für eine aktive Lebensgestaltung brauchen. Zahlreiche Untersuchungen belegen die große Bedeutung des Spiels für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

Spielen ist ganzheitliches Lernen, es fordert und fördert die ganze Person.

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